Cannabis

Wir werden demonstrieren, daß der Konsum von Cannabis ein Massenphänomen ist und daher wollen entsprechend viele Bürger, daß sich die Rechtslage ändert! Wenn ein Verhalten so gering gefährlich ist und von so vielen Leuten gemacht wird, dann verliert die Waffe des Strafrechts ihre Berechtigung!

Die momentane Regelung zwingt Polizeibeamte, jedes Btm-Delikt - egal wie geringfügig es auch ist - aufzunehmen und der Staatsanwaltschaft zuzuleiten. Diese stellt dann in der Regel bei konsumorientierten Delikten ein. Dieser Ablauf verursacht nicht nur unnötige und riesige Kosten (für den Steuerzahler), sondern auch Unsicherheit und Diskriminierung für mehrere Millionen Menschen! (Meist ebenfalls Steuerzahler!)

Ein Jugendrichter aus Frankfurt, Richter Werner Sack, hatte die geniale Idee, wie man sich diese Energie raubende Vorgehensweise der Beamten zunutze machen und sie mit ihren eigenen Mitteln schlagen kann, indem man die Behörden mit einer Flut von Selbstbezichtigungen "überschwemmt" und so zum Handeln zwingt. Das grow! Magazin hat die Idee dieses Richters aufgegriffen, einen Rechtsanwalt zur Unterstützung besorgt und die Aktion mit folgendem Artikel gestartet und vorgestellt:

Seit vielen Jahren ist Kiffen nun schon verboten. Seit vielen Jahren werden Konsumenten von bestimmten Drogen als Kriminelle abgestempelt, während das Konsumieren von anderen Drogen als Tradition gefeiert wird. Kiffer werden verfolgt, diskriminiert und ins Gefängnis gesteckt. Der Führerschein wird ihnen entzogen.

Die Ungerechtigkeit schreit zum Himmel, doch der ignoriert dies ganz gekonnt. Und wenn nicht bald was passiert, wird Schreckliches passieren...

Die Volksgesundheit liegt unseren Politikern sehr am Herzen, zumindest wenn es um die Frage geht, ob weiche Drogen wie Haschisch und Marijuana kontrolliert abgegeben werden sollen. Lieber verschärft man die Gesetze und stellt neue Polizisten ein, als daß man anerkennt, daß Hanf als Medizin sehr wirksam eingesetzt werden kann, und daß die Drogen Marijuana und Haschisch nicht so gefährlich sind wie jahrelang behauptet.

Man läßt lieber zu, daß Schwerkranke sich auf dem illegalen Drogenmarkt ihr Medikament besorgen müssen. Man nimmt billigend in Kauf, daß der Kontakt zur harten Drogenszene noch mehr Menschen aus der Bahn werfen kann.

Seit dem Urteil des Bundesverfassungsgericht (BVG) vom März 1994 ist nicht besonders viel passiert. Es rief zwar die Länder dazu auf, das Betäubungsmittelgesetz dem heutigen Wissensstand anzugleichen, aber geschehen ist nichts, was eine Entspannung des Drogenproblems gebracht bzw. der Forderung des BVG Rechnung getragen hätte.

Statt dessen werden immer kompliziertere Gesetze und Verordnungen erlassen, die es bald unmöglich machen, sich in dem Paragraphendschungel zurechtzufinden.

"Es ist Zeit sich zu zeigen", betitelte der Jurist und Dipl. Päd. Jugendrichter Werner Sack seine Rede, die er vor der 5. Cannabis-Bundeskonferenz im Oktober 1997 in Karlsruhe hielt (siehe MUSTERBRIEF ). Nur, wenn die Hanfkonsumenten, egal aus welchem Grund sie konsumieren, ihren Hintern hoch kriegen und glaubwürdig demonstrieren, daß ein Interesse an der Freigabe der Hanfprodukte existiert, wird sich der Druck bilden können, der die Politiker veranlassen kann, sich mit diesem Thema zu beschäftigen.

Erst wenn den Politikern keine andere Wahl mehr bleibt, als sich dem Drogenproblem zu stellen, werden sie sich damit beschäftigen.

Und wir müssen dafür sorgen, daß ihnen keine andere Wahl bleibt!!